Feinstes WetterNach monatelanger Konzertabstinenz gab es heute einen Kurzauftritt der Breiten beim Serengeti Festival in Schloß Holte – Stukenbrok. Eigentlich sind diese Kurzauftritte ja nicht unbedingt unsere Welt, aber nach der langen Zwangspause und bei den Bands die das Festival sonst noch auf dem Zettel hatte war kein langes Überlegen nötig.

Kai Havaii hatte bei seinem Moderationsauftritt ja die Jungs von Lost Alone kennen und schätzen gelernt. Die Jungs sollten heute direkt vor den Breiten rocken.

Nach den Breiten versprachen Juli ein weiteres Highlight zu setzen. Wir waren gespannt.

Und als große Nummer sollten die H-Blockxx mit einem Crossover Feuerwerk den Abend beschließen. Ab dafür…

Als wir eintrudelten rockten im Hintergrund noch Rantanplan und der Strahlemann am Himmel versprach trotz Unwettervorhersage einen grandiosen Abend (...am Arsch – aber dazu später mehr).

Also Kohorten gesammelt und erstmal Pläuschen halten…

Plausch


Ja – und dann legten LOST ALONE auch schon los. Grandios, was die Jungs hier boten. Da hatte Kai nicht zuviel versprochen (Kai stand auch eine ganze Weile im Backstageeingang und betrachtete das Spektakel). Ungebändigte Energie hoch 3 – und ein stattliche Fanbase hatte sich die ersten Reihen reserviert.

Lost alone


LostaloneLost Alone


Hinter den ersten Reihen hatten die Veranstalter einen großen Strohkreis für die Pogo Fraktion ausgelegt, den die anwesenden Pubertierer sich nun zu eigen machten. Mit Vorliebe wurden die anwesenden Mädels unsanft abgegrätscht und der erste Kontakt war hergestellt ;-)

Kontakthof


Und dann kam Petrus ins Spiel – Der Spaßverderber öffnete nach 20 Minuten LOST ALONE alle Schleusen, die der Himmel über der Senne zu bieten hatte. Auf der Bühne brach unter den Hilskräften hektische Betriebsamkeit aus. Folien wurden über die Monitorboxen ausgebreitet und einstürzende Wassermassen wurden von der Bühne gewischt.

Lost Alone


LOST ALONEDie ersten Reihen wurden mehrfach mit dicken Wasserschwaden vom Bühnendach regelrecht geflutet.

Nach wenigen Minuten brach dann mit einem regelrechten Knall die Anlage zusammen und nichts ging mehr.

Lost Alone verabschiedete sich entschuldigend und winkend.

Wie wir später erfuhren hat der Gitarrist einen ziemlich heftigen elektrischen Schlag abbekommen und mußte sich später sogar ärztlich behandeln lassen.

Das hielt die Jungs allerdings nicht davon ab, sofort wieder auf die Bühne zu kommen als sich die Gelegenheit dazu ergab.

Und so spielten sie ihren Gig doch noch umjubelt aber naß zu Ende.

Tatsächlich haben uns LOST ALONE mehr als gut gefallen.

Von den Jungs wird man noch einiges hören und wer die Gelegenheit hat die Band mal live zu sehen, sollte sich das auf gar keinen Fall entgehen lassen.

Bei dem Gewitter stellten wir uns nur noch eine Frage – Ist das eventuell gefährlich direkt unter einer Stromleitung hier abzufeieren???

Gefahr mein Name ist Fuchs


Total durchnässt machten wir uns dann auf die ersten Reihen zu erobern, denn nach einer kleinen Umbaupause sollten die Breiten endlich loslegen.


Und mit Kleptomanie ging es gleich mal richtig zur Sache.

...Keine Leidenschaft ist wie die...


Der frischgebackene Ehemann


Und auch der Auftritt der Breiten wurde vom Petrus nicht verschont. Immer wieder wurden die Schirme aufgespannt – Ärgerliche Sache – aber hauptsache es rockt.
EXTRABREITHavaii

Extrabreit

In Anbetracht der kurzen Auftrittsdauer von nur 45 Minuten brannten Die Breiten ein Feuerwerk sondergleichen ab. Das Publikum flippte regelrecht aus. Ständig wurden begeisterte Fans von der Masse über den Köpfen bis vor die Bühne getragen. Das war in Anbetracht des Schlamms nicht immer prickelnd, aber was will man machen??

Die Breiten gaben dem Volk weiter Feuer…

Weiter im Text


HAVAII


Das Publikum feierte die Breiten ab – und das bei diesen widrigen Umständen – UNGLAUBLICH – Der Applaus war teilweise orkanartig – Und das zu Recht die BREITEN waren heute DER HAMMER und die Soundanlage war vom allerfeinsten.

Die Masse


Ein paar unentwegte forderten völlig enthusiastisch, dass die Breiten doch bitte endlich “EISBÄR” spielen sollten. Auch gutes Zureden (Das ist doch gar nicht von EXTRABREIT) half da nichts (“EISBÄR – EISBÄR – EISBÄR”).

Machte aber auch nichts – denn hier gierte der Mob nach Rock und genau das gab es auch. Zu “Flieger grüß mir die Sonne” brachen letztendlich ALLE Dämme. Der Krach vom Publikum bei den ersten Klängen war Wahnsinn – Ab jetzt lagen alle quer in der Luft.

Fliegergrüß mir die Sonne


PILOTEN IST NICHTS VERBOTEN

FINALE


Feierabend – Das wars – Die Menge forderte frenetisch Zugabe und die Breiten hatten auf jeden Fall Lust weiter zu rocken (Junge wir können so heiß sein stand auf jeden Fall noch auf der Setlist und auch die Schule sollte noch brennen), aber die Timeline des Veranstalters war mit heißer Nadel gestrickt. Es war Schluß.

FAZIT : Zu kurz aber auch zu geil !!

Nach den Beruhigungsbierchen war auch schon Juli mit ihrem Gig an der Reihe. Es hatten sich nun noch mehr Menschen vor der Bühne versammelt.

Juli


Die Menge nahm das Ganze begeistert auf und Juli machte eine ordentliche Party mit ihrem Publikum. Ich muß aber sagen mein Fall war es nicht. Irgendwie paßte die Band mit den Popnummer nicht so richtig ins Programm – Mir war es zu schmusig und etwas kraftlos. Aber das sahen andere natürlich GANZ anders. Die Begeisterung beim Publikum war unbestritten da.

Wir nutzten die 6o Minuten für Kaltgetränke und Süßkram.

Süßkram statt JuliPils statt Juli


Aber zu H-Blockx fanden wir uns dann wieder im Bühnenpulk vor der Stage ein. Die Band legte mit feinstem Crossover ein Feuerwerk der Extraklasse vor. Klasse – Das hat sich gelohnt

H-Blockx Live


Die H-Blockx haben übrigens eine interessante Wette am Laufen – Folgt mal diesem Link.

Auf jeden Fall sorgte die Band für einen würdigen Abschluß dieses wenn auch nassen aber dennoch fantastischen Abends.

H-Blockx Live


Nach einem kurzen Fußmarsch zum örtlichen Hotel versprach ein Licht in einer örtlichen Kneipe noch einen Nachttrunk. Also fix rein in den Laden. Am Tresen saßen zwei sympatische Finnen der Kapelle “DISCO ENSEMBLE” und feierten nach ihrem Serengeti Auftritt den 25. Geburtstags des Bassisten Lasse Linford. Da in der Kneipe nur 0,25 l Bier ausgeschenkt wurde, fragte der Bassist höflich beim Wirt nach “Ensssuldigung, aber sie haben vileischt auch etwas grossere bier???” Der Wirt konnte in diesem Fall natürlich aushelfen.

Disco Ensemble


Und wir? Wir luden unseren alten Freund Jim B. auf einen kleinen Plausch ein und liessen den Abend beschwingt ausklingen.

Mit Jim B.


Bis zum nächsten Mal.